Autorin: Yvonne Wilmes

Rückblick auf ein erfolgreiches Probewochenende

Samstagmorgen 6:00 Uhr, jetzt aber raus aus den Federn. Es muss noch Schnee geschippt werden, bevor wir uns auf den Weg zum Probewochenende nach Bräunlingen machen können.

Ausgeruht, wohlbehalten und froh gelaunt war die Ankunft im Hotel Lindenhof, das unsere beiden Organisatorinnen Conny und Doris für uns ausgesucht hatten. Rasch war eingecheckt, sodass wir pünktlich um 9.30 Uhr mit der Probe beginnen konnten. Mit „Gabriella Sang“ haben wir gestartet. Zugegeben, am Anfang war es etwas schleppend. Irgendwie lief der Motor (die Stimmbänder und die Augen auf dem Notenblatt) noch nicht ganz so rund. Aber wer uns kennt der weiß, dass wir uns durch nichts und niemanden aus dem Konzept bringen lassen, sodass es zusehends besser wurde. Bei „Ich wollt ich wär ein Huhn“ hatten wir dann zu unserer „Form“ zurückgefunden und mit einem herzhaften „GGGGAAAAAACK“ von unserem Dahli haben wir das Stück dann beendet. Reinhold wird beim Auftritt „unser Huhn“ – Äh – „Hahn“ sein.

 

Mit „willkommen, bienvenue, welcome“ haben wir dann unsere Sänger von enJOY! in die Proberunde mit aufgenommen und uns bei Judith mit „Vielen Dank für die Blumen“ erstmal für einen gelungenen Probestart bedankt. Mittagessen! Schließlich braucht man auch etwas für den Leib. Am Nachmittag ging es dann gleich weiter über „New York“ und „Footlose“ sind wir dann bei „Happy“ angelangt und dann war es doch tatsächlich schon wieder Zeit für das Abendessen. Im Zeitraffer betrachtet, hat man den Eindruck, man hat die ganze Zeit gegessen. Dem war nicht so! Ich war dabei! Wir hatten an diesen beiden Tagen ca. 16h Probearbeit. Wie dem auch sein, am Abend war dann eine „Stadtführung“ angesetzt. Angesichts der anhaltenden Schneefälle über Tag und der etwas frostigen Temperaturen, war die Gruppe dann doch kleiner als ursprünglich geplant. Den Berichten zufolge war es sehr schön und die Teilnehmer haben z.B. erfahren, dass Bräunlingen, trotz seiner geringen Einwohnerzahl (ca. 4.500) Stadtrechte besitzt und diese auch im Zuge der Gemeindereform in den 70er Jahren tatkräftig verteidigen konnte. Die für 70min angesetzte Führung fand ein abruptes Ende, als sich immer mehr Sänger(INNEN) „abseilten“ und zurück zum Hotel liefen, weil dort, vor dem Hotel ein sehr schönes „Lagerfeuer“ war. Da konnte man sich aufwärmen. Unsere Stadtführerin war gar nicht dumm und ist uns einfach gefolgt, sodass der Rundgang dann am „Lagerfeuer“ zu Ende gebracht wurde. Beim anschließenden gemütlichen Teil hat uns Thomas auf seiner Gitarre zu allerlei Schlager aufgespielt und wir haben noch einmal unsere Stimmbänder in Schwingung gebracht.

Am nächsten Morgen haben wir dann ein weiteres Mal mit „Gabriella Sang“ gestartet und siehe da, es lief wie geschmiert. Egal ob „Moon River“ oder „Bridge over troubled water„,“Skyfall“ oder „Angels“ – wir waren echt gut. Beim „Pink Panter“ angekommen, war der Schlusston dann doch etwas daneben – so aus dem Stehgreif ein „F “ zu singen, da kann es schon mal vorkommen, dass das etwas daneben geht. Manchmal ernten wir Sopranistinnen dann böse Blicke von unseren Männern, oder den ein oder anderen unpassenden Kommentar. Am Sonntag hat unsere Judith diesen unpassenden Kommentar dann mit dem folgenden Spruch quittierte:

Was ist der Unterschied zwischen einer Sopranistin und einem Hai? Der Lippenstift!

Zwei besondere Highlights gab es an diesem Sonntag: In der Mittagspause haben sich einige Männer „abgeseilt“ und den „Zwergenmarsch“ geprobt. Jetzt dürfen Sie, liebe Leserinnen und Leser gespannt sein, was das bedeutet bzw. was da im Konzert auf Sie zukommen. Ich kann jetzt schon sagen: „Eintrittskarte sichern und unbedingt dabei sein!

Das zweite Highlight war dann unser MedleyKinderlieder„. Pippi Langstrumpf stand auf dem Programm und im Refrain ist dieses Lied 4stimmig gesetzt. Lauthals haben unsere Männer mit eingestimmt, sodass unsere Judith große Augen bekam und auch einen Lachflash. Wurde Ihr doch schlagartig bewusst, welche Art von Lieder sie mit uns einstudieren muss, um unsere Männer aus der Reserve zu locken.

Es war ein rund herum gelungenes Probewochenende und auch der letzte Skeptiker war am Ende überzeugt, genial, das wird ein tolles Konzert und wir freuen riesig darauf, am 4. Februar unsere Lieder und alles drum herum zu präsentieren.

Ein ganz dickes Dankeschön an Conny und Doris für die tolle Organisation dieser beiden Tage und natürlich auch an Judith für Ihre unglaubliche Geduld und Ausdauer. Während wir als Sänger uns doch auch hin und wieder zurück lehnen können, muss ein Chorleiter über die ganze Zeit hoch konzentriert bei der Arbeit sein. Das ist eine gewaltige Leistung.

 

Hier noch ein paar Impressionen im Bild festgehalten:

Impressionen vom Probewochenende

 

Von Haien und Sopranistinnen

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